Deutscher Segelflugverband e.V.

Eine weitere Bund-Länder-Runde ging vorüber, ohne eine echte Öffnungsperspektive für den Sport zu benennen. Der seit Ende Oktober anhaltende Lockdown soll nun mindestens bis zum 7. März andauern. Zu groß ist trotz sinkender Neuinfektionszahlen – die beim Einstieg in den Lockdown häufig niedriger waren als derzeit – und langsam steigender Impfquote die Sorge in der Politik vor den Risiken der hochansteckenden Covid-19-Mutationen, die in einigen anderen europäischen Ländern zu einem exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen geführt haben. Immerhin ist „Sport in Gruppen“ als ein Bereich im Beschlusstext erwähnt, für den in den nächsten Wochen eine Perspektive erarbeitet werden soll. Geduld, Abstand und Kontakte einschränken bleiben also zunächst oberste Bürgerpflicht auch für alle Mitglieder von SPORTDEUTSCHLAND.

Über dieses und andere Themen berichten wir in unserer heutigen Mitglieder-Information:

 

Bund-Länder-Beschlüsse

Entgegen der Ideen von zahlreichen Bundesländern, die konkrete Stufenpläne für den Ausstieg aus dem Lockdown in den letzten Tagen vorgelegt hatten, enthält der Bund-Länder-Beschluss leider noch keine konkreten Perspektiven für die nahe Zukunft. In den Bereichen Kita und Schule ist die Verantwortung komplett in die Hände der Bundesländer gegeben worden, wobei sich hier mehr oder weniger flächendeckend eine sukzessive Rückkehr in vorsichtigen Schritten ab dem 22. Februar andeutet. Über weitere Öffnungsschritte soll Anfang März beraten werden. Zudem gab es eine Einigung dazu, dass in Zukunft der Inzidenzwert von 35 als Schwelle gilt, unter der weitere Schritte möglich sein sollen.

 

SMK tagt in dieser Woche zweimal

Bereits am Montag haben sich die Sportminister*innen der Bundesländer gemeinsam mit uns in einer Videokonferenz über Ausstiegsszenarien und einheitliche Begriffsbestimmungen ausgetauscht. Nach einer intensiven Diskussion, in der es insbesondere darum ging, in einem ersten Öffnungsschritt bundesweit Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Sportangeboten im Verein zu ermöglichen, wurde auch ein wichtiger Appell, den Sport bei Öffnungsschritten mit zu bedenken, an die Bund-Länder-Runde gesandt (Link). Im Nachgang zur MPK wird am morgigen Freitag eine zweite SMK-Schalte stattfinden, um gemeinsam die Ergebnisse der Bund-Länder-Runde zu analysieren. Auch hier werden wir nochmal intensiv die Perspektive des organisierten Sports einbringen und ein aus unserer Sicht mögliches Konzept für die Weiterentwicklung unserer Leitplanken aus dem Jahr 2020 besprechen.

 

„Team D-Call“ und Ergebnisse der Athletenbefragung zu „COVID-19-Impfungen“

Rund 200 Athlet*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen des Team Deutschland haben am gestrigen Abend gemeinsam mit unseren Expert*innen in einer Videokonferenz die Folgen der COVID-19-Pandemie für die Vorbereitung auf und die Teilnahme an den Olympischen Spielen Tokio 2020 und Peking 2022 erörtert. Im Mittelpunkt des zweistündigen „Team D-Calls“ standen die Ergebnisse unserer Umfrage unter rund 1.700 Olympiakandidat*innen des Team Deutschland zur Frage der Impfung gegen das Virus, die wir gemeinsam dem Team D vorgestellt haben.

Von den 676 vollständig ausgefüllten Antworten befürworten 73% die bislang festgelegte Impf-Reihenfolge des Bundes und lediglich 18% der Athlet*innen wünschen sich eine andere Priorisierung. Die Impfbereitschaft des Teams ist hoch (70%), gleichzeitig wünscht sich die Mehrheit der Sportler*innen (51%) noch mehr Informationen rund um das Thema der „COVID-19-Impfung“. Aus diesem Grund standen gestern Abend Prof. Dr. med. Barbara Gärtner (Leiterin der Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Homburg/Saar und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Public Health Mikrobiologie des RKI) sowie der Leitende Olympiaarzt des DOSB, Prof. Dr. med. Bernd Wolfarth (Ärztlicher Leiter Sportmedizin Charité), Rede und Antwort.

DOSB-Vorstand Leistungssport Dirk Schimmelpfennig, in Tokio Chef de Mission des Team D, gab zudem einen Überblick über die jüngst veröffentlichten „Tokio Playbooks“ für Athlet*innen und Offizielle sowie den aktuellen Qualifikationsstand (226 Athet*innen) und die Entwicklung bei den Qualifikationswettkämpfen.

DOSB Präsident Alfons Hörmann berichtete aus dem jüngsten IOC-Call und hat die Mitglieder des Team D zudem über die sportpolitischen Entwicklungen informiert und motiviert, sich trotz der nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen weiterhin professionell auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio und Peking vorzubereiten. In einer weiteren virtuellen Informationsveranstaltung werden wir die Mitglieder von Team D am 17. März zu den aktuellen Entwicklungen informieren, um damit in bestmöglicher Transparenz alle wertvollen Informationen auf direktem Weg auszutauschen.

 

Befragung zum digitalen Reifegrad

Die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig die Nutzung digitaler Tools für Sportorganisationen und deren tägliche Arbeit ist. Gleichzeitig stellt die heterogene Verbands- und Vereinslandschaft jeweils ganz unterschiedliche Anforderungen an die Digitalisierung. Die Arbeitsgruppe Digitalisierung des DOSB hat in Kooperation mit der accadis Hochschule und Deloitte einen Fragebogen entwickelt, der den Digitalen Reifegrad der Verbände in SPORTDEUTSCHLAND erheben und mögliche Handlungsfelder identifizieren soll. Am 9. Februar 2021 haben wir alle Mitgliedsorganisationen angeschrieben, die Fragen können bis zum 7. März 2021 beantwortet werden. Anschließend erfolgt die Auswertung und Bewertung der Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der Sportmanagement Forschungsgruppe der accadis Hochschule. Ziel dieser Aktion ist es, in gekonnten Schritten die weitere Digitalisierung im organisierten Sport aktiv zu entwickeln. 

 

Information aus der dsj

Michael Leyendecker legt sein Amt als 1. Vorsitzender der Deutschen Sportjugend aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung nieder und scheidet damit sowohl aus dem Vorstand der dsj als auch dem DOSB-Präsidium aus. „Auch wenn es nur drei Monate waren, so haben wir in dieser Zeit doch einige wichtige Dinge für den Kinder- und Jugendsport in Deutschland nach vorne gebracht. Es stehen weitere große Herausforderungen an, besonders wenn der vereinsbasierte Sportbetrieb wieder ermöglicht wird und all die sonst durch Sport und Bewegung hervorgebrachten positiven Aspekte wieder aufgefangen werden müssen. Hierfür wünsche ich der Deutschen Sportjugend auch weiterhin viel Erfolg.“, sagte Leyendecker. Der dsj-Vorstand kündigte an, sich in seiner nächsten Sitzung am 19. und 20. Februar 2021 über die weiteren Schritte zu beraten und zeitnah hierüber zu informieren. Danach werden wir die daraus resultierende künftige Vertretung der dsj im DOSB-Präsidium klären.

 

Bundesregierung verweist beim „eSport“ auf die Autonomie des Sports

Die Bundesregierung hat aufgrund einer parlamentarischen Anfrage der Abgeordneten Monika Lazar (B90/DIE GRÜNEN) deutlich gemacht, dass sie die Pläne aus dem Koalitionsvertrag zur Anerkennung des “eSports“ nicht mehr weiterverfolgen wird. Stattdessen stellte Staatssekretär Dr. Markus Kerber die Möglichkeiten, über die Kinder- und Jugendhilfe bereits jetzt „eSport“-Vereine gemeinnützig zu stellen, dar. Bei den Stichworten “Anerkennung” und “olympische Perspektive” verwies er auf die Autonomie des Sports und die Zuständigkeit des DOSB. In diesem Sinne werden wir dieses wichtige Thema auch weiterhin voll verantwortlich bearbeiten und sachgerechte Entwicklungen zum Wohle des Sports anstreben.

 

Bundesgesundheitsminister Spahn zieht Verordnung zur Einschränkung von Werbung im Sport zurück

Ein Verordnungsentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG), der u. A. die Einschränkung von Werbemöglichkeiten von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) im Sport beinhaltete, ist am Mittwoch von Bundesminister Jens Spahn zurückgezogen worden. Eine breite Sportallianz mit DOSB, DFB, Initiative Profisport Deutschland, Teamsport Deutschland und der Vereinigung der Sportsponsoring-Anbieter (VSA) und Vereine von der Basis hatten seit Wochen im Parlament und gegenüber der Bundesregierung intensiv dafür geworben, den einschränkenden Paragraphen zu streichen, um nicht die wertvollen Partnerschaften des Sports auf allen Ebenen mit GKV‘s zu gefährden.

 

Fair Play Preis 2020

Die Fans des Fußballvereins Preußen Münster und das Duo Joshua Kimmich und Leon Goretzka erhalten jeweils den Fair Play Preis des Deutschen Sports 2020 und werden damit für ihre Haltung und den Einsatz für die Werte des Sports ausgezeichnet. Die nun preisgekrönten vorbildlichen Aktionen von Aktiven und ihren Anhänger*innen in unserer Sportfamilie als klare Antworten auf aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen finden Sie hier. Der Fair Play Preis des Deutschen Sports wird jährlich durch den DOSB und den Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) vergeben. Ziel ist es, Aktionen, Gesten oder Initiativen zu ehren, die in besonderem Maße von Fair Play geprägt sind. Sportler*innen sollen ermutigt werden, sich für ein faires Miteinander und Sporttreiben einzusetzen. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage ist der Rahmen der offiziellen Preisverleihung noch offen.

Abschließend danken wir Ihnen für Ihre weiterhin so aktive Unterstützung bei den Umfragen und den sonstigen besonderen Herausforderungen in schwieriger Zeit. Die obigen Informationen zeigen, wie vielschichtig die aktuellen Entwicklungen für uns alle gemeinsam sind.

Unserer gemeinsamen Verantwortung folgend werden wir auch in den nächsten Wochen den Dialog mit Ihnen, den Verantwortungsträger*innen unserer Mitgliedsorganisationen, und der Politik nutzen, um den organisierten Sport in seiner Vielfalt weiter verantwortungsvoll und professionell durch die Krise zu manövrieren.

Mit gesunden Grüßen

Alfons Hörmann Veronika Rücker
Präsident Vorstandsvorsitzende

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