In den vergangenen Monaten wurden im österreichischen Grenzgebiet vermehrt Funkstörungen gemeldet, die auf Segelflugbetrieb aus Deutschland zurückgeführt werden konnten. Besonders betroffen sind die Bereiche rund um die Flughäfen Salzburg und Linz.

❗ Beobachtete Problematik:

  • Nutzung der Frequenz 123.735 MHz (Region 1 / Küstengebiet Deutsche Nordsee) im süddeutschen Raum.
  • Wiederholte Nutzung der Frequenz 118.800 MHz, die dem Towerbetrieb in Linz zugeordnet ist und zuletzt zu erheblichen Störungen des Flugverkehrs geführt hat.
  • Verursacher der Störungen wurden unter anderem im Raum Ingolstadt lokalisiert.

❗ Warum das kritisch ist:
Auch wenn am eigenen Standort kein kontrollierter Flugverkehr wahrnehmbar ist, können durch atmosphärische Überreichweiten Funkübertragungen über große Entfernungen hinweg empfangen werden. Dadurch werden nicht nur Tower- und Approach-Frequenzen beeinträchtigt, sondern auch Luftfahrzeuge im An- und Abflug, die auf störungsfreie Kommunikation angewiesen sind.

Die Zahl der Vorfallsmeldungen bei den österreichischen Safety- und Quality-Abteilungen nimmt derzeit deutlich zu. Ein Rückgang der Störungen ist bislang nicht erkennbar.

✅ Unsere Bitte an alle Piloten und Vereine:

  • Verwendet ausschließlich die für das jeweilige Fluggebiet vorgesehenen Frequenzen.
  • Prüft vor dem Flug die aktuelle Frequenzzuordnung sorgfältig.
  • Achtet insbesondere bei Streckenflügen auf mögliche Auswirkungen von Funküberreichweiten.
  • Sensibilisiert Vereinsmitglieder, Flugschüler und Gastpiloten für dieses Thema.

Sichere und störungsfreie Funkkommunikation ist eine wesentliche Grundlage für die Flugsicherheit. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Risiken zu reduzieren und den sicheren Betrieb für alle Luftverkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Vielen Dank für eure Unterstützung und eure Aufmerksamkeit.

✈️ Fly safe!